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Was gehört zur richtigen Zahnhygiene?

 

© bernardbodo AdobeStock 143546964
Der Grundstein gegen Zahnstein und Karies wird bereits im Kleinkindalter gelegt. Die These, dass Milchzähnchen weniger pflegeintensiv sind, weil sie sowieso ausfallen, ist längst widerlegt. Sie fungieren als Platzhalter, sorgen fürs richtige Kauen, die Kieferformung und Zahnstellung. Kariösen Milchzähnen folgen oft kariöse „Nachkommen“. Deshalb: Zähneputzen beginnt spielerisch, kaum, dass die ersten „Beißerchen“ sich zeigen, und wird konsequent (etwa ab einem Alter von zwei Jahren) lebenslang zweimal täglich praktiziert.
Für die Härtung des Zahnschmelzes (Dentin) spielt Fluorid eine wichtige Rolle, deshalb ist die Anwendung von Kontaktfluoriden (fluoridhaltige Zahnpasten/-gels), sinnvoll. An härterem Zahnschmelz „rutscht“ Karies sozusagen ab. Und bei entsprechender Ernährung mit ausgewogener Mineralstoffversorgung (Kalzium) können wir auch in hohem Alter noch kraftvoll zubeißen.

Ganz einfach: Zähneputzen
  • Zweimal täglich, mindestens zwei Minuten lang; den Backenzähnen, vor allem den ganz hinteren genügend Beachtung schenken – hier entsteht gern Zahnbelag (Plaque). Auch die Rückseiten der Frontzähne werden gern stiefmütterlich behandelt. Hier bildet sich bevorzugt Zahnstein, der Zahnfleischentzündungen und -rückgang verursacht.
  • Starker Druck mit der Zahnbürste verkürzt nicht die Putzzeit, sondern kann den Zähnen und vor allem dem Zahnfleisch schaden.
  • Die Zahnbürste/der Bürstenkopf einer elektrischen Zahnbürste sollte alle drei Monate erneuert werden.
  • Beim Putzen von Hand bewegt man die Bürste mit kreisenden Bewegungen immer vom Zahnfleisch weg hin zur Schneide- bzw. Kaufläche. Auf den Kauflächen der Backenzähne bewegt man die Bürste vor und zurück.
  • Kommt eine elektrische Zahnbürste zum Einsatz, führt man den Bürstenkopf einfach langsam von Zahn zu Zahn und belässt ihn dort jeweils ein paar Sekunden – den Rest übernimmt die Bürstenrotation.
  • Zahnseide ist wunderbar geeignet, um die versteckten Reste in den Zahnzwischenräumen zu erwischen, auch wenn’s dort sehr eng wird. Dazu wickelt man die Zahnseide um die Mittelfinger beider Hände, die Daumen und Zeigefinger übernehmen die Führung, sodass mit „sägenden“ Bewegungen von unten nach oben hier gereinigt wird.
Das mögen unsere Zähne gar nicht
Zuckerhaltiges, auch Getränke, reduzieren die Widerstandskraft unseres Zahnschmelzes und fördern somit Karies. Weniger der Zucker/die Kohlehydrate an sich als seine säurehaltigen Stoffwechselprodukte sind dafür verantwortlich. Deshalb: Nicht zwischendurch ständig (Süßes) trinken oder essen, sondern zu oder direkt nach den Mahlzeiten.
Außerdem ist zu beachten, dass nach dem Genuss von Säurehaltigem wie Obst, Essig (Salat) oder Wein höchstens mit Wasser gespült und, falls nötig, Speisereste mit Zahnseide entfernt werden. Richtig Zähneputzen ist erst nach etwa einer halben Stunde erlaubt, das sonst der durch die Säure sensibler gewordene Zahnschmelz beschädigt werden kann.
Spezielle Zahnpflege-Kaugummis bieten übrigens eine gute Alternative, da sie Säuren neutralisieren und Zahnbeläge durch die mechanische Reinigung beim Kauen reduzieren; außerdem sorgen sie für frischen Atem.
Der Zahnarzt sagt: Vorsorgen ist besser als Bohren!
Zweimal im Jahr sollten wir uns auf den Zahn fühlen lassen, dann können kleinste Schäden erkannt und umgehend behoben werden.
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